Home

Kontaktformular

Wir danken Ihnen
Ihre Nachricht wurde erfolgreich abgesendet.
Berník & Partners
zurück zum Blog

Forderungsbeitreibung in Deutschland – schnell und effizient

Die Durchsetzung von Forderungen im Ausland kann auf den ersten Blick komplex und kostenintensiv erscheinen. Im Falle Deutschlands gilt jedoch, dass es sich bei einem fachgerechten und systematischen Vorgehen um einen effizienten, schnellen und rechtlich vorhersehbaren Prozess handelt. In diesem Beitrag stützen wir uns auf unsere langjährige Erfahrung bei der Durchsetzung von Forderungen für Unternehmen aus dem Ausland, die in Deutschland tätig sind, insbesondere in den Bereichen Produktion, Transport und Bauleistungen.

     1. Vor der eigentlichen Durchsetzung: Prüfung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners

Eine erfolgreiche Forderungsdurchsetzung basiert auf fundierten Ausgangsinformationen. Daher empfehlen wir, bereits vor Versendung einer vorgerichtlichen Mahnung die finanzielle Situation des Schuldners zu prüfen. In der Praxis nutzen wir:

  • öffentlich zugängliche Register wie das Handelsregister und die Insolvenzbekanntmachungen,
  • Auskünfte von spezialisierten Auskunfteien, die öffentliche und nicht öffentliche Daten kombinieren (z. B. Bonität, Zahlungsverhalten, laufende Vollstreckungen oder Beteiligungsverhältnisse).

 Auf Grundlage dieser Informationen können wir dem Mandanten empfehlen, ob ein außergerichtliches oder gerichtliches Vorgehen sinnvoll ist und in welchem Umfang Kosten in das Verfahren investiert werden sollten.

 

        2. Außergerichtliche Phase: Mahnung und persönlicher Kontakt

Der erste Schritt besteht in der Versendung einer anwaltlichen Mahnung. Im deutschen Rechtsumfeld hat eine solche Mahnung ein erhebliches Gewicht und führt häufig bereits in dieser Phase zur Zahlung, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich sind. Sie wird fachgerecht in deutscher Sprache erstellt und enthält alle gesetzlich erforderlichen Angaben.

Reagiert der Schuldner nicht, können unsere deutschsprachigen Juristen telefonisch Kontakt aufnehmen und versuchen, direkt mit der Geschäftsführung oder den zuständigen Ansprechpartnern zu sprechen. Dieser persönliche Ansatz erweist sich oft als effektiv, wenn schriftliche Kommunikation erfolglos bleibt.

Vorteil für den Mandanten: geringe Kosten, schnelle Reaktion des Schuldners und die Möglichkeit, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

 

        3. Europäischer Zahlungsbefehl: schnelles gerichtliches Verfahren

Führen außergerichtliche Maßnahmen nicht zum Erfolg, erfolgt die Beantragung eines Europäischen Zahlungsbefehls (Europäischer Zahlungsbefehl – EPR) gemäß Verordnung (EG) Nr. 1896/2006.

Dieses Instrument eignet sich insbesondere für Forderungen aus dem Geschäftsverkehr und ermöglicht:

  • ein vereinfachtes und beschleunigtes Verfahren ohne mündliche Verhandlung,
  • die Vertretung des Mandanten durch einen slowakischen Rechtsanwalt vor einem deutschen Gericht,
  • die Erwirkung eines Zahlungsbefehls in der Regel innerhalb von 2–3 Wochen.

In der Praxis führt bereits die Zustellung des Europäischen Zahlungsbefehls häufig zur Zahlung oder zu einer Ratenvereinbarung.

 

        4. Einlegung eines Widerspruchs: Vertretung im Zivilverfahren in Deutschland

Legt der Schuldner Widerspruch gegen den Zahlungsbefehl ein, stellen wir die rechtliche Vertretung des Mandanten durch unsere erfahrenen Partneranwälte in Deutschland sicher.

Unsere Erfahrung zeigt, dass:

  • die meisten Fälle bereits im ersten Termin abgeschlossen werden, häufig durch einen gerichtlichen Vergleich,
  • sofern kein Vergleich zustande kommt, das Gericht oft bereits im ersten Termin entscheidet,
  • Urteile der ersten Instanz eine hohe Autorität haben und in den meisten Fällen auch in der Berufung bestätigt werden.

 

        5. Warum ist die Forderungsdurchsetzung in Deutschland effektiv?

Die Effektivität ergibt sich aus den Eigenschaften des deutschen Rechtssystems, das sich auszeichnet durch:

  • Schnelligkeit und Vorhersehbarkeit gerichtlicher Entscheidungen,
  • konsequentes Vorgehen gegenüber säumigen Schuldnern,
  • eine hohe Durchsetzbarkeit gerichtlicher Entscheidungen.

Im Gegensatz zu manchen anderen Rechtsordnungen ist es in Deutschland unüblich, dass Schuldner sich durch missbräuchliche Insolvenzen oder Vermögensverschiebungen ihren Verpflichtungen entziehen. Die Verantwortung für Verbindlichkeiten wird ernst genommen und die Gerichte gewährleisten einen wirksamen Schutz der Gläubiger.

 

        6. Fazit: Es lohnt sich

Auf Grundlage unserer Erfahrung lässt sich festhalten, dass sich die gerichtliche Durchsetzung von Forderungen in Deutschland lohnt. Die Kombination aus Rechtssicherheit, effektiven Instrumenten (wie dem Europäischen Zahlungsbefehl), persönlichem Ansatz sowie der Zusammenarbeit mit deutschen Rechtsanwälten ermöglicht schnelle und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen.

Wenn Sie eine Forderung gegenüber einem deutschen Auftraggeber oder Geschäftspartner haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir prüfen Ihre Situation und empfehlen Ihnen das weitere Vorgehen.

Follow us on LinkedIn Schedule a call